Pressestimmen zur Tournee mit Jan Vogler

Lebendig reiche Barockmusik

“Mit dem La Folia Barockorchester und dem Violoncellisten Jan Vogler hatte die AMG zu einem Fest der Sinne geladen.

Das La Folia Barockorchester, das im Rahmen einer von der AMG organisierten Sonntagmatinee im grossen Musiksaal des Stadtcasinos Basel ein Konzert gab, bezeichnet sich selber als «Originalklang-Orchester». Was die überragende Interpretationspraxis dieses 2007 in Mannheim gegründeten rund 10-köpfigen Ensembles unter der Leitung des Konzertmeisters Robin Peter Müller betrifft, gibt es an diesem Anspruch nicht den geringsten Zweifel wie dieses hochstehende Konzert bewies. Was allerdings die Instrumentierung betrifft, sind leise Zweifel angebracht, spielten doch beispielsweise die beiden Oboisten auf modernen Instrumenten, nicht auf Barockoboen und der Violoncellist ging ebenfalls auf einem modernen Instrument zugange und nicht auf einem Barockcello.
Zugegeben, kleinlich Mäkeleien eines Musikkritikers, die an der Tatsache nichts ändern, dass das Folia Barockorchester mit seiner historisch orientierten Musikpraxis auf höchstem Niveau bewies, wie unglaublich lebendig, reich und vor allem aktuell Barockmusik sein kann. Mit lebhafter rhythmischer Plastizität und einer reich abgestuften Variabilität der Dynamik gestaltete das Orchester den ersten Satz von Georg Friedrich Händels (1685-1759) Concerto grosso F-Dur op. 3 Nr. 4 HWV 315
 aus. Der zweite im Allegro gespielte Fugen-Satz durchdrang das Ensemble mit flutendem Wogen, wobei die einzelnen Instrumente die thematischen Partikel Schaumkronen auf Wellen gleich elegant aus der musikalischen Flut glitzernd aufblitzen liessen. Mit exquisiter Elegie wiederum wurde das folgende Adagio ausgestaltet und die beiden abschliessenden Allegros wurden mit einer treibenden Verve gespielt, die selbst erfahrenen Jazz- oder Rockbands nicht rassiger hingekriegt hätten.
Höhepunkt dieses erstrangigen Konzerts aber bildeten zwei Violoncellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), die das La Folia Barockorchester gemeinsam mit dem Cellisten Jan Vogler zur Aufführung brachte. Zu Unrecht bekommt man diese Werke fast nie zu hören wie schon wenige Takte des Concerto für Violoncello in a Wq 170
 bewiesen, die vom Orchester mit hinreissender Verve interpretiert wurden. Vor musikalischen Ideen überschäumend schillert die Musik Bachs assoziativ durch wechselnde Stimmungsbilder mit einem Reichtum, die einst sogar die Bewunderung Mozarts erweckt hatte.
Ohne sich im ersten Satz vom nervös agierenden Orchester aus der Ruhe bringen zu lassen, sang Cellist Jan Vogler seine Partie kontrastreich aus, um anschliessend mit breitem Strich und ausgefeilter Agogik den zweiten Andante-Satz zu zelebrieren. Im dritten Allegro assai zu spielenden Satz schliesslich entspann sich ein Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester, der sich zu einem energiegeladenen Fest voller dynamischen Finessen entwickelte. Vor soviel Können neigt der kleinliche Kritiker ehrfürchtig sein Haupt!”

BASLER ZEITUNG

Auch Krähen haben Ihre Musik

“Star-Cellist Jan Vogler und das „La Folia“-Orchester geben ein ausdauerndes Kulturring-Konzert im Stadttheater

HILDESHEIM. Man sieht ihn nicht, man hört ihn auch nicht, aber eigentlich ist er doch schon da. Für Star-Cellist Jan Vogler hat man auf die Bühne des Theaters für Nieder-
sachsen bereits Notenständer, Podest und Stuhl aufgestellt und das „La Folia“
Barockorchester gruppiert sich, während es spielt, genau um diese Leerstel-
le. Dabei klingt es bereits ganz wunderbar und vollständig, wenn die Musiker
mit jeweils zwei Solo-Oboen und Hörnern ein verschmitzt-fröhliches Concer-
to des Bach-Zeitgenossen Johann Friedrich Fasch interpretieren.
Trotzdem: Der Königsstuhl wird besetzt, Jan Vogler taucht auf, begrüßt das
Publikum und stellt auch in angenehm anschaulicher Weise die beiden Stücke
vor, die er für dieses Kulturring-Konzert ausgewählt hat. Es liegt dem mehrfachen ECHO-Klassik-Preisträger offensichtlich sehr am Herzen, für sie zu werben, und er hat
auch guten Grund dazu: Zwei Cello-Konzerte von Bach-Sohn Carl-Philipp Emanuel hat er mitgebracht, eines in A-Dur und eines in A-Moll. Beide, so Vogler, seien viel rebellischer, modischer, kantiger und, ja, sentimentaler als die Stücke des Vaters. Eine Brücke zur Wiener Klassik habe der Filius geschlagen und wenn Orchester und Solist dann los-
legen mit ihrem Spiel, bestätigt sich dies sofort. Es sind rasante Dialoge und Ar-
gumentationen zwischen Ich und Welt, die hier ausgetragen (manchmal gerade-
zu ausgefochten) werden, getragen von einer unermüdlichen, wirbelnden, furio-
sen Spiellaune. Vogler, der selbst mit fiebriger Anspannung auf seine Noten hinabschaut,
sich unruhig die Haare aus der Stirn streicht und scheinbar kaum auf seinen
nächsten Einsatz warten kann, wirft sich mit wunderbarer Klarheit und Ein-
dringlichkeit in die glänzenden, farbintensiven Stücke und schafft in den lang-
samen Sätzen eine schwebende, bewegende Melancholie. Unter der Leitung des ersten Violinisten, Robin Peter Müller, ist das 2007 in Mannheim gegründete Barockorchester
ein durchweg würdiger Partner. Schön gesetzte Akzente, vor allem aber ein sehr
klarer, präsenter Ausdruck in den virtuosen wie in den ruhigen Momenten zeichnet das Ensemble aus, was sich gut an Händels eher unspektakulären Concerti Grossi in F-Dur und d-Moll bemerken lässt. Nichts wird forciert, keine übertriebenen Effekte eingesetzt – und doch muss man zugeben, dass eines von beiden auch genügt hätte. Auf gut zweieinhalb Stunden wächst das Konzert schließlich an und bei aller spürbaren Begeisterung für die Glanzpunkte des Barock lassen sich einige Längen schwerlich vermeiden. So wird die eigentlich überaus pfiffige, irrwitzige und festliche „Alster-Suite“ von Georg Philipp Telemann am Ende schon für manchen zur Geduldsprobe. Auf vier
Hörner wächst das Orchester dabei an und insgesamt stehen nun 14 Musiker um den leeren Stuhl herum: Gemeinsam absolvieren sie eine hinreißende Lautmalerei quakender Frösche und knarzender Krähen, lassen Pan einschlummern und Hamburger Glockenspiele anklingen. Das Publikum freut sich daran, schaut aber immer wieder auf die Armbanduhren. In der Kürze liegt die Würze dieses Abends also nicht, aber klar ist trotz dem: Wer mit so viel Hingabe spielt, darf auch überziehen.”

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG

NICHT VERPASSEN! Eröffnungskonzert am 23.09. 2011

Gemeinsam mit der Sopranistin Juliane Banse eröffnet das LFBO am 23. September um 20:00 Uhr die Konzertsaison 2011/2012 im Mozartsaal des Schwetzinger Schlosses. Auf dem Programm stehen Arien, Ouverturen und Ballettmusiken von Georg Friedrich Händel.

Tickets erhalten Sie hier.

Das LFBO im “MEIER” // “Der Wahnsinn”

La Folia Barockorchester // Die Stadt Schwetzingen hat ein “Orchestra in Residence”und die kurfürstliche Sommerresidenz zwei neu Konzertreihen auf historischen Instrumenten. mehr—>

Ticketverkauf für die Saison 2011/12 gestartet

Ab sofort können Sie Tickets für unsere Konzertreihen “SIMPLY BAROQUE!” und “FASZINATION HOFMUSIK” an folgenden Stellen erwerben:

- an allen bekannten Vorverkaufsstellen
- unter www.reservix.de
- TICKETHOTLINE: 01805 700 733
- Abendkasse (Zuschlag 4,-€)

Wir freuen uns, Sie in unseren Konzerten begrüßen zu dürfen!

Das LFBO beim Sommerfest des Bundespräsidenten

Gemeinsam mit der Sopranistin SIMONE KERMES gibt das La Folia Barockorchester am 01. Juli 2011 auf Einladung von Bundespräsident CHRISTIAN WULFF ein Konzert im Schloss Bellevue//Berlin. Anlass ist das alljährlich stattfindende Sommerfest des Bundespräsidenten. Auf dem Programm stehen Arien aus Antonio Vivaldis Opern “L’Olympiade”, “Griselda” und “La Fida Ninfa”.

NEU! Konzertsaison 2011//2012

Wir freuen uns sehr, in der Konzertsaison 2011/2012 so hochkarätige Solisten wie Juliane Banse, Jan Vogler, Dorothee Oberlinger, Julia Schröder, Reinhold Friedrich und Maurice Steger begrüßen zu dürfen. In unserer Schwetzinger Konzertreihe SIMPLY BAROQUE! haben Sie dann die Gelegenheit, diese internationalen Stars der Klassikszene live zu erleben. Auch außerhalb Schwetzingens wird das LFBO in dieser Saison Konzerte geben. So stehen u.a. München, Berlin, Hildesheim, Basel (CH), Graz (A) und Maribor (SI) auf dem Tourplan des Orchesters.
HIER erhalten Sie weitere Informationen.

Orchestra in Residence

Ab der Konzertsaison 2011/2012 ist das La Folia Barockorchester ORCHESTRA IN RESIDENCE der Stadt Schwetzingen. Neben der Konzertreihe SIMPLY BAROQUE! wird sich das Orchester hier  in seiner zweiten Konzertreihe FASZINATION HOFMUSIK, einem Kooperationsprojekt mit der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, dem regionalen musikalischen Erbe des 18. Jahrhunderts widmen. mehr —>

Herzlich Willkommen…

…auf der neuen Website des La Folia Barockorchesters. Hier erhalten Sie alle Informationen über das LFBO. Lesen Sie, was es Neues zu berichten gibt, hören Sie in aktuelle Aufnahmen rein oder schauen Sie sich auf dem Youtube Kanal des Orchesters ein paar aktuelle Videos an. Am besten besuchen Sie aber eines unserer Konzerte… mehr—>